Fäustlinge
Fäustlinge – im Winter unverzichtbar
Solange die Menschen Kleidung tragen, nutzen sie auch wärmende Accessoires für den Winter. Dazu gehören auch Handschuhe und wenn der Winter besonders kalt war, dann waren diese Handschuhe immer Fäustlinge. Fausthandschuhe, wie Fäustlinge auch genannt werden, halten die Hände sehr warm und das über einen langen Zeitraum. Das ist bei Fingerhandschuhen nicht immer der Fall.
Anders als in Fäustlingen kühlen die Hände in Finger-handschuhen deutlich schneller ab. Kein Bergsteiger oder Bergwanderer würde Finger-handschuhe tragen, sondern auf Touren im Gebirge immer Fäustlinge bevorzugen. Selbst im Hochgebirge wie dem Himalaya, geben Bergsteiger einem Fäustling den Vorzug vor einem Fingerhandschuh. Der Grund ist einfach: In Fingerhandschuhen sind alle vier Finger und auch der Daumen separat angebracht und damit steigt auch die Gefahr, dass jeder Finger einzeln auskühlt. Da Finger aber sehr empfindliche Nervenzellen besonders in den Kuppen haben, können Fingerhandschuhe sehr schnell zu Erfrierungen führen. Bei Fäustlingen hingegen wärmen sich die Finger gegenseitig und auf diese Weise geht keine wertvolle Körperwärme verloren.
Aber Fäustlinge haben, vor allen Dingen beim Bergsteigen, noch einen entscheidenden Vorteil: Sie lassen sich besser und schneller ausziehen als Fingerhandschuhe. Bergsteiger, die in großen Höhen und damit auch in eisiger Kälte unterwegs sind, müssen darauf achten, dass besonders ihre Hände nicht zu lange ohne Schutz sind. Um einen Schluck aus der Wasserflasche zu trinken oder um einen Reißverschluss zu schließen, müssen die Handschuhe ausgezogen werden. Bei einem Fingerhandschuh heißt das, die Finger müssen mühsam einer nach dem anderen aus dem Handschuh gezogen werden. Wenn es sich dabei auch noch um ein enges Modell handelt, dann kann das dauern, zumal die Hände kalt sind.
Die Gefahr eine Erfrierung zu bekommen, steigt an. Der Fäustling wird einfach von der Hand gestreift, der Reißverschluss wird geschlossen und der Fäustling wird wieder angezogen. Das Ganze dauert nur ein paar Sekunden und die Finger haben gar keine Zeit auszukühlen. Auch Skiläufer vertrauen eher auf Fäustlinge als auf Fingerhandschuhe, um die Hände warm zu halten. Unverzichtbar sind Fäustlinge aber für Kinder. Bei ihnen ist die Gefahr, dass die Finger frieren können, wesentlich größer als bei einem erwachsenen Menschen. Die ersten Handschuhe werden deshalb immer Fäustlinge sein. Auch hier steht der praktische Aspekt im Vordergrund: Ein Fäustling kann schnell an und wieder ausgezogen werden. Es ist sehr mühsam, einem kleinen Kind Fingerhandschuhe an- und wieder auszuziehen, darum tragen nahezu alle Kinder schon im Babyalter Fäustlinge. Damit die Fäustlinge nicht verloren gehen, sind sie mit einer Schnur verbunden und werden durch die Ärmel des Anoraks oder des Schneeanzugs gesteckt. Viele Frauen sind aber der Meinung, dass Fäustlinge nicht immer besonders gut aussehen und vielleicht sogar ein wenig plump wirken, dabei haben Fausthandschuhe auch beim Shoppen einen praktischen Hintergrund. Auch hier gilt: Sie sind schnell aus- und auch wieder angezogen.
Das Handy in der Handtasche klingelt und mit dicken Fingerhandschuhen aus Wolle in der Handtasche zu suchen und dann auch ans Handy zu gehen, ist ausgesprochen mühsam. Die Fingerhandschuhe aber vorher auszuziehen kostet Zeit, was liegt also näher als Fäustlinge zu tragen. Den Fäustling hat man im Nu von der Hand gezogen und kann ohne Probleme ans Handy gehen. Und bei einem längeren Einkaufsbummel sind Fäustlinge nicht nur praktisch, sie halten auch die Hände immer warm. Wenn es um wirklich wärmende und dazu auch noch praktische Handschuhe im Winter geht, sollten es immer Fäustlinge sein.